Wie eine Website entsteht: die Aufgaben des Frontend Developers

Egal, ob Computer, Smartphone, Tablet oder ein anderes technisches Gerät, solange es eine Internetverbindung herstellen kann, gehört es zu den neuen Alltagsgeräten der aktuellen Zeit. Dabei werden diese Geräte nicht nur genutzt, um Social Media zu checken oder die neuesten WhatsApp Nachrichten zu beantworten. Auch auf der Suche nach Informationen sind Smartphone & Co unersetzlich.


Es erscheint einfach und logisch, die Website eines Unternehmens auf zu rufen und die nötigen Informationen dort zu sammeln. Hinter den designtechnisch oft anspruchsvollen und doch funktionalen Webseiten steckt allerdings viel mehr, als auf dem ersten Blick sichtbar ist. Ein Team, zuständig für Entwicklung, Design und Konzeption, durchläuft viele Schritte bis eine fertige Website online geht und dem User zur Verfügung steht. Dabei unterscheidet man besonders zwischen Frontend und Backend Developern, welche den Onlineauftritt eines Unternehmens maßgeblich beeinflussen.


Das Zusammenspiel zwischen Frontend und Backend

Betrachtet man die einzelnen Teile einer dynamischen Website, so gibt ein Designer die Gestaltung der Seite vor und erstellt zum Beispiel Logos und Grafiken. Ein Fotograf liefert Bilder, ein Texter die Inhalte und ein Backend Developer erschafft das Backend, welches bei dynamischen Seiten im Hintergrund für die Datenverarbeitung, Anbindung und Integrationen von externen Systemen sorgt. Der Frontend Developer fügt letztendlich all diese Einzelteile zu einem Gesamtbild zusammen. Das Frontend einer Website ist also der Teil, den der User zu Gesicht bekommt und mit dem er interagiert. Dabei ist alles, was man auf einer Website sieht, vereinfacht gesagt eine Kombination aus HTML, CSS und JavaScript – umgesetzt vom jeweiligen Browser des Nutzers und das Ergebnis der Arbeit eines Frontend Developers.

Man könnte es auch wie folgt beschreiben: Ein Frontend Developer ist verantwortlich für die Innenausstattung eines Hauses, welches zuvor von einem Backend Developer gebaut wurde. Als Frontend Developer hat man somit die Möglichkeit, einen Einfluss auf das User Interface zu haben, das heißt auf die Aspekte einer App oder Webseite, die nahe am Endanwender sind. Besonders für Menschen, die gerne ein visuelles Ergebnis ihrer Arbeit sehen wollen, ist dieses Berufsbild besonders interessant.


Das Berufsbild des Frontend Developers

Der Frontend Developer ist mit seinem Aufgabenbereich zwischen dem Designer und dem Backend Programmierer angesiedelt. Es liegt in seiner Domäne, das Layout so umzusetzen, wie es vom Designer entworfen wurde – und das natürlich plattformübergreifend, also für verschiedene Betriebssysteme und Browser. Je nach Unternehmen und persönlichen Fähigkeiten kommt es aber auch vor, dass ein Frontend Developer Aufgaben aus dem Bereich Webdesign oder Backend übernimmt. Der Aufgabenbereich ist also durchaus vielseitig und erfordert eine gewisse Flexibilität und Offenheit für Neues.


Das Skillset eines Frontend Developers

Die wichtigsten Kenntnisse für einen Frontend Developer sind zunächst HTML, CSS und Javascript. Aber auch ein Überblick über CSS oder JavaScript Frameworks ist relevant. So spielen zum Beispiel die Frameworks React, jQuery oder Bootstrap eine Rolle, um plattformunabhängig kreative Designs entwerfen zu können. Abgesehen davon sollte auch das Framework Ajax zu den Kernkompetenzen eines Frontend Developers gehören, da dieses als Standard genutzt wird, um im Hintergrund mittels Javascript Seiten dynamisch laden zu können. Ebenfalls hilfreich ist Erfahrung mit verschiedenen Plug Ins (z.B. Social Media Integrationen oder Bezahlmöglichkeiten wie Paypal), um diese optimal auf das Konzept abstimmen und auf der Website einbinden zu können. Ein weiterer relevanter Bestandteil sind gängige Content Management Systeme, beispielsweise Wordpress, Drupal oder Typo3, um bei Bedarf Templates erstellen zu können.


Trotz all dieser Bausteine sollte das Gesamtprojekt so schlank und übersichtlich wie möglich gehalten werden, um den Aufwand, Updates für die eingebundenen Frameworks oder Plugins zu installieren, so gering wie möglich zu halten. Dadurch entstehen auch weniger potentielle Sicherheitslücken im System.

Da sich der Frontend Developer nicht selten auch mit dem Backend auseinandersetzen muss, ist es für das Verständnis des Gesamtprojekts mit Blick aufs Backend zusätzlich vorteilhaft, Basiskenntnisse in serverseitigen Programmiersprachen wie PHP und Datenbanksystemen zu besitzen. Aber auch für das Design sind Grundkenntnisse in Grafikdesign und den dazugehörigen Tools eine nützliche Bereicherung des Skillsets eines Developers.


Zusätzliche Qualifikationen eines Frontend Developers

Wie bei den meisten Berufen im IT Bereich sollte man Spaß daran haben, Lösungen für knifflige Probleme zu finden. Neben den technischen Fähigkeiten machen eine Reihe weiterer Eigenschaften einen guten Frontend Developer aus. Grundsätzlich ist ein gutes Gespür für die Umsetzbarkeit des jeweiligen Designs vorteilhaft, aber auch über zwischenmenschliches Feingefühl zu verfügen und teamfähig zu sein. Denn einerseits muss ein Frontend Developer die programmiertechnische Umsetzbarkeit eines Designs dem Kunden erklären und bei unrealisierbaren Vorstellungen diplomatische Absagen erteilen können. Andererseits arbeitet er meist im Team zwischen Backend und Designer. Das heißt in der Zusammenarbeit mit Kollegen gilt es, deren spezifische Ziele und Bedürfnisse zu verstehen, um im Unternehmen Hand in Hand arbeiten zu können.

Zusammenfassend kann man sagen, dass erfahrene Frontend Developer in der Lage sind, potentielle Probleme sowohl in Sachen User Experience, als auch Umsetzbarkeit zu identifizieren. Zusätzlich sollte er in der Lage sein, Empfehlungen für das Design abzugeben und die verschiedenen Prozesse intern, als auch extern kommunizieren können.


Auch ist es in diesem Berufsfeld wichtig, sich stetig weiterzubilden und am Puls der Zeit zu bleiben, da Technologien sich mit rasanter Geschwindigkeit weiter entwickeln. Browser entwickeln sich sehr schnell und viele Anwendungen des Internets sind noch vergleichsweise jung. So kann das, was heute state-of-the-art ist, morgen Standard und übermorgen obsolet sein. Für den Developer bedeutet das, im Optimalfall stets neue Entwicklungen zu verfolgen, flexibel zu sein und auch Mut zu Experimenten zu haben. Ständiges Lernen und Informieren über den neuesten Stand der Technik gehört zum Frontend Developer Dasein genauso dazu, wie die Verfolgung neuester Entwicklungen und Experimentierfreude!


Der Werdegang eines Frontend Developers

Das Wichtigste ist vor allem ein fundiertes Wissen in den oben beschriebenen Bereichen. Was Ausbildung und Abschlüsse betrifft, ist die IT Branche nach wie vor recht flexibel. Dadurch findet man sowohl studierte Informatiker und ausgebildete Fachkräfte, als auch Quereinsteiger. Der Trend geht allerdings in Richtung Studium. Für ein Studium, wie z.B. in den Fächern Informatik, Medieninformatik, oder Angewandte Informatik an einer Universität, benötigt man die Allgemeine Hochschulreife. Eine weitere Möglichkeit ist ein Studium an einer Fachhochschule oder eine Ausbildung zum Fachinformatiker mit dem Schwerpunkt Anwendungsentwicklung.

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