Warum nicht nur Kinder spielen sollten


Unser Trainer Philipp

Vielleicht stört es Sie, dass Ihre Kinder zu viel Zeit mit irgendwelchen Spielen auf dem Smartphone, Computer oder der Spielekonsole vergeuden? Wahrscheinlich sind Sie sogar davon überzeugt, dass diese Zeit viel sinnvoller genutzt werden könnte. Doch was würden Sie sagen, wenn das Interesse Ihrer Kinder an Spielen sowie Ihr Wunsch nach sinnvoller Freizeitbeschäftigung sich keinesfalls gegenseitig ausschließen, sondern eine ganz wunderbare Grundlage für das Aneignen technischer und persönlichkeitsfördernder Kompetenzen Ihrer Kinder bilden?

<Warum wir spielen>

Falls noch nicht geschehen, sollten Sie sich zunächst einmal folgende Frage stellen: Warum üben Spiele eine so große Faszination auf Kinder aus? Der Grund, weshalb Ihre Kinder so viel Zeit mit Videospielen verbringen und nicht etwa mit den Hausaufgaben, ist schlicht und ergreifend folgender: Spiele sind meist verdammt gut darin, psychologische Bedürfnisse zu befriedigen, was wiederum ein großer Spaßfaktor ist. Interaktive Medien wie Spiele eröffnen Handlungsräume, in denen sich Kinder ausprobieren und Ziele erreichen können, Regeln und Strategien lernen, Entscheidungen treffen, mit anderen interagieren und zu ihrem Handeln instantanes Feedback erhalten. Sie sind daher auch wunderbare Selbstwirksamkeitsmaschinen. Und Selbstwirksamkeitsempfinden ist förderlich für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung. Vor diesem Hintergrund sehen Sie die Lieblingsaktivität vielleicht nicht mehr per se als eine unnötige Beschäftigung an...

<Kinder sollen dabei etwas lernen>

Natürlich ist dem gegenüberstehend Ihr Wunsch nach einer -aus Ihrer Sicht- sinnvollen Beschäftigung alles andere als verwerflich. Warum also nicht beide Welten miteinander verknüpfen?Lassen Sie Ihre Kinder Spiele selbst entwickeln! Die Codingschule hat damit bereits positive Erfahrungen gemacht (Blogbeitrag zum GameDev-Hackathon) und setzt zudem auf die Zusammenarbeit mit einem professionellem Game Developer (Blogbeitrag Game Development)Die Entwicklung eines Computerspiels ist ein interdisziplinärer Prozess, der eine Vielzahl von Kompetenzen verlangt und fördert. Daraus ergeben sich folgende Gründe die dafür sprechen Kinder Spiele nicht nur spielen, sondern auch selbst entwickeln zu lassen:

  1. Spiele sind cool.

  2. Spielentwicklung fördert Problemlösekompetenzen.

  3. Game Development vermittelt Selbstwirksamkeitsempfinden.

  4. Game Development ermöglicht das Ausleben der eigenen Kreativität und Neugierde.

  5. Game Development schult das Formulieren und Erkennen von komplexen Zusammenhängen.

  6. Es schult einen sicheren Umgang mit mathematischen Grundprinzipien.

  7. Es fördert Teamfähigkeit, Kommunikation und Aufgabenkoordination.

  8. Das Spielen des eigenen Spiels ist Belohnung und Motivation für die eigene Anstrengung und Leistung.


1. Spiele sind cool!

Sie müssen Kinder daher weniger davon überzeugen ein Spiel zu entwickeln, als Mathehausaufgaben zu erledigen. Es ist also naheliegend die bedingungslose Begeisterung für das Thema zu kanalisieren.


2. Spielentwicklung fördert Problemlösekompetenzen.

Während der Realisierung einer eigenen Idee sind Konsequenzen der eigenen Entscheidungen direkt erlebbar. Zu sehen, dass selbstgeschriebener Code die selbst erstellten Grafiken zu bewegen vermag, ist eine ungeheure Bestätigung der empfundenen Handlungskompetenz. Das Beste daran: Das eigens entwickelte Spiel kann anderen gezeigt und mit Freunden gespielt werden.

3. Game Development vermittelt Selbstwirksamkeitsempfinden!

Jedes gewünschte Spielfeature repräsentiert eine spezifische Problemstellung, welche die Formulierung einer angemessenen Lösungsstrategie erfordert. Zudem identifizieren Kinder beim sogenannten Testing selbst Probleme, die es anschließend zu lösen gilt.Dabei wird ganz natürlich Computational Thinking gefördert. Eine Kompetenz die das effektive Formulieren von Problemen, Lösungsansätzen und der Evaluation einer Lösung beschreibt.

4. Game Development ermöglicht das Ausleben der eigenen Kreativität und Neugierde.

Alles ist möglich! Die Möglichkeit zur Verwirklichung eigener Ideen ermutigt auch weiterhin experimentierfreudig und kreativ zu sein. Dabei bietet die Interdisziplinarität des Entwicklungsprozesses viele Möglichkeiten des Ausprobierens und Neuentdeckens eigener Interessen. Sei es das Programmieren, Zeichnen, Komponieren und vieles mehr. Die technischen Hilfsmittel ermöglichen die Realisierung der wunderbarsten Phantasien.

5. Game Development schult das Formulieren und Erkennen von komplexen Zusammenhängen.

Ein Spiel ist im Prinzip eine in sich geschlossene Welt, mit eigenen Regeln und Zusammenhängen, die alle vorher definiert werden müssen. Spielideen, die auf Basis von physikalischen Regeln funktionieren (Geschwindigkeit, Gravitation, Trägheit) sind wunderbare Experimentierkästen, die direkten weltlichen Bezug haben und so beispielsweise den Physikunterricht ergänzen können.

6. Es schult einen sicheren Umgang mit mathematischen Grundprinzipien

Während des Entwicklungsprozesses müssen viele Parameter in Form von Zahlenwerten und Funktionen festgelegt werden. Sei es die Berechnung einer Geschwindigkeit, das Aufaddieren von Punkten, dem Bestimmen von Positionen im dreidimensionalen Raum in Form von Koordinaten und vieles mehr. Je nach Fokus lassen sich so Inhalte aus dem Mathematikunterricht in den Entwicklungsprozess von Spielen einsetzen.

7. Zusammen macht es mehr Spaß

Durch die Interdisziplinarität ist Game Development sehr geeignet für Zusammenarbeit. Dabei werden gleichzeitig Teamfähigkeit, Kommunikation und Aufgabenkoordination geübt. Ganz selbstverständlich ergeben sich Situationen, in denen Kinder Rücksicht aufeinander nehmen, Kompromisse schließen, konstruktive Kritik üben und sich gegenseitig unterstützen müssen. Letztlich schweißt das Arbeiten an einer gemeinsamen Vision zusammen.

8. Belohnung und Anerkennung

Nicht zuletzt stellt das Spielen des eigenen Spiels eine unglaubliche Belohnung dar und ist Ausdruck und Ergebnis der eigenen Anstrengungen und Leistungen - wahrscheinlich viel mehr, als es Schulnoten jemals sein können.Neben den genannten Gründen sprechen natürlich auch das Kennenlernen von Programmiersprachen, sowie der Umgang mit einer Vielzahl von Produktivprogrammen für den Einsatz von Game Development als Probierkasten unterschiedlichster Kompetenzen. Über die Notwendigkeit der Förderung solcher Kompetenzen haben nicht nur wir bereits informiert (Müssen Kinder programmieren lernen?).

<Schlusswort> Die Begeisterung Ihrer Kinder für Spiele ermöglicht es sie durch Game Development in verschiedensten Kompetenzbereichen fördern zu können. Als Ergänzung zu Inhalten des Schulunterrichts sehe ich sie daher als ein geeignetes Lehrmedium nicht nur für den Einsatz in der Codingschule, sondern auch bei Ihnen zu Hause.

<Über mich>

Seit Sommer 2016 engagiere ich mich in der Codingschule. Programmieren lernte ich erst im Studium und habe dabei ganz neue Seiten an mir kennengelernt. Seit Herbst 2016 bin ich wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Duisburg-Essen am Lehrstuhl für Medieninformatik und forsche rund um das Thema digitale Spiele und den kognitions- und sozialpsychologischen Wirkmechanismen, die sie in uns Menschen auslösen. Der Einsatz spielerischer Ansätze in Bildungskontexten wie es beispielsweise Game Development in der Codingschule ist, repräsentiert dabei meinen Anspruch, die Welt durch Spiele ein kleines Stückchen besser zu machen.

Der nächste GameDev-Hackathon findet am 24. und 25.06.2017 statt. Zur Anmeldung gehts hier

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