Jedes Spiel braucht Regeln: Game Design

Games zocken macht Spaß - Games programmieren auch! Und es gibt viele verschiedene Berufe in der Games Branche. Wir haben heute Paula Hannusch gefragt, was zum Beruf der Game Designerin gehört. Paula wollte als Kind Erfinderin werden, doch weil man das nicht einfach so studieren kann, erfindet sie heute Spielewelten und ist Game Designerin bei Ubisoft Blue Byte. Im Interview hat sie uns interessante Einblicke gewährt.


Paula: Game Developerin bei Ubisoft Blue Byte

Paula, Du bist eine Game Designerin bei Ubisoft Blue Byte. Erklär uns doch bitte, was ein Game Designer ist!

Ein Game Designer entwickelt das Grundkonzept und das Regelwerk für das Spiel. Nimmt man jetzt zum Bespiel das Spiel Schach: Das Grundkonzept ist ein rundenbasiertes Spiel zwischen zwei Spielern, die eine „Armee“ befehligen. Zu den Spielregeln gehört beispielsweise, dass das Spiel zu Ende ist, wenn der König geschlagen wird oder dass der Turm gerade und seitlich laufen darf.

All das wird von Game Designer entworfen und in einem Design Dokument niedergeschrieben. Mit diesen Informationen erstellen die Artists Grafiken und die Programmierer eine interaktive Software.


Wie sieht Dein Berufsalltag bei Ubisoft Blue Byte aus?

Der Berufsalltag hängt immer davon ab, in welcher Phase des Projekts man sich befindet. Am Anfang konzeptioniere ich viel und spiele mit vielen Ideen für die allgemeine Richtung des Spiels rum. Später schreibe ich dann detaillierte Regelwerke. Und sobald schon Teile des Spiels fertig sind, spiele ich das Spiel, um herauszufinden, ob es Spaß macht, was ich mir ausgedacht habe.


Was macht Dir an deinem Beruf am meisten Spaß?

Toll ist es zu sehen, wenn am Ende alles zusammen kommt und aus den vielen kleinen Regeln ein Spiel entsteht, das Spaß macht. Aber das größte Glücksgefühl ist es, wenn die Spieler an dem was wir schaffen, Freude haben. Ich glaube das trifft auf jeden in der Spielbranche zu.


Wolltest Du schon immer Game Designerin werden?

In der Grundschule wollte ich Erfinderin werden, doch das kann man ja leider nicht studieren. Aber als Game Designer denkt man sich neue Welten aus, die teilweise anders funktionieren als die Realität mit Dingen, die es in unsere Welt nicht gibt. Da Game Design und Erfinden sehr nah beieinander liegen, kann man schon sagen, dass ich schon immer so etwas machen wollte.


Für welche Ausbildung hast Du Dich entschieden?

Ich habe an der Media Design Hochschule in Düsseldorf Game Design studiert. Das ist eine private Hochschule, wo das Studium Geld kostet. Damals war das die einzige Möglichkeit, Game Design zu studieren. Heute gibt es mittlerweile viele staatliche Hochschulen, die Game Design Studiengänge und Kurse anbieten.


Was würdest Du denen raten, die Game Designer werden möchten?

Ein Studium ist auf jeden Fall hilfreich, das kann ich jedem empfehlen, der Game Designer werden möchte Aber es ist nicht zwingend erforderlich. Wichtig ist, dass man die entsprechenden Fähigkeiten mitbringt. Das heißt, Regelwerke zu verstehen und aufstellen zu können, eine breite Allgemeinbildung und Präsentationsfähigkeiten. Zusätzlich braucht man noch sehr gute Englischkenntnisse, da alle Dokumente und Besprechungen in Englisch sind. Der Grund dafür ist, dass die Spielebranche sehr international agiert und wir viele nicht deutschsprachige Mitarbeiter haben.


Und noch mein persönlicher Rat: Schaut euch so viele Spiele wie möglich an und versucht zu verstehen, warum das eine Spaß macht und das andere nicht.

Ihr habt schon erste Erfahrung in Spieleentwicklung oder Programmierung und möchtet mehr lernen und in Game Design reinschnuppern? Dann besucht unseren Game Development Hackathon am 03. und 04. März in Düsseldorf. Euer Trainer ist Matthias Seyfferth, Game Developer und ein Kollege von Paula.

--> Infos und Anmeldung zum Game Development Hackathon

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